Neuer Report: Zu wenig Unternehmerinnen

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Laut Mikrozensus liegt die Selbständigenquote in Deutschland bei 10,5 Prozent. Das heißt: Einer von zehn Erwerbstätigen ist selbständig. Männer sind im Vergleich zu Frauen deutlich öfter selbständig. Die Männerquote liegt bei 13,3 Prozent, Frauen kommen auf einen Wert von 7,3 Prozent. Ergo: Deutschland hat zu wenig Unternehmerinnen.

Der Länderbericht Deutschland des Global Entrepreneurship Monitors (GEM) stellt auch fest, dass viele Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Gründer in Deutschland ausgesprochen gut sind.

Besondere Stärken sind:

  • eine gute physische Infrastruktur
  • öffentliche Förderprogramme
  • Schutz von geistigem Eigentum (z. B. Patente)
  • Wertschätzung neuer Produkte und Dienstleistungen
  • Berater und Zulieferer für Unternehmen

Aber: Die Herausforderungen für das Gründerland Deutschland liegen vor allem in der Verbesserung der schulischen Gründungsausbildung, einer Anpassung gesellschaftlicher Werte und Normen im Sinne einer positiven Unternehmerkultur und dem Arbeitskräfteangebot für neue und wachsende Unternehmen.

Und noch ein paar Fakten des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aus der neuen Erhebung „Unternehmensgründungen und Gründergeist in Deutschland“ (Stand: Januar 2016):

  • 309.000 Existenzgründungen im Vollerwerb in 2014
  • 300.000 Existenzgründungen im Vollerwerb in 2015 (Schätzung)
  • Gründungspotenzial insbesondere bei Frauen und Migranten
  • 23 Prozent der Gründer/-innen kommen mit einer Neuheit auf den Markt

Die ganze Studie gibt es hier: BMWI Mediathek

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie